22.-28.04.2019

Die letz­te Ferienwoche ist um. Ich er­in­ne­re mich noch sehr gut, wie wir in die Ferien von ei­ner Krabbelgruppenleiterin ver­ab­schie­det wur­den mit den Worten, was die Kinder nach den Ferien nicht al­les könn­ten. Tja, Katja dreht sich wei­ter­hin nicht, weil sie nicht will, krab­belt nicht, weil sie da­zu auch kei­ne Notwendigkeit sieht, aber wenn man sie an den Händen hält, dann macht sie schon so ei­ne Art Schrittbewegung. Ansonsten chillt sie halt ger­ne. Brei aus ge­kauf­ten Gläsern ist nach wie vor nicht ihr Dinge, was ge­schmack­lich auf un­ser volls­tes Verständnis trifft. Ich ha­be mal die Tests in Zeitungen durch­ge­schaut und schon ein un­be­rühr­tes Gläschen gleich wie­der ver­dammt, ir­gend­was mit Bildung von krebs­er­re­gen­den Substanzen beim Abkochen von Karotten, jam­mi.

Also was war die­se Woche? Viel Alltag: Füttern, schla­fen, durch die Altstadt spat­zie­ren. Mittwoch ha­be ich Tatis Babyschwimmdienst über­nom­men. Die Gruppenleiterin war aber auch neu bei die­sem ei­nen Mal, weil sie als Aushilfe ein­ge­sprun­gen ist. Tati kann­te die aber und mein­te, sie hät­te ei­nen sehr gu­ten Ruf. Katja war auf­ge­schlos­sen, was das her­um­ge­wir­belt wer­den im Becken an­ging, erst nur von mir ge­tra­gen, dann in ei­nem Schwimmring, in dem wir ei­nem gel­ben Ball hin­ter­her­jag­ten, da­zu geb es viel Plantschen, aber auch viel Gejaule von Katja. Wir ver­mu­ten, sie hat­te Hunger, war­um auch im­mer, das sich so beim Schwimmen be­merk­bar ma­chen soll. Aber wir hat­ten es schon ein­mal, dass Katja ei­nen Mordshunger nach dem Schwimmen hat­te. Tati kam zum Stillen vor­bei, da­nach ist Katja in der Trage ein­ge­schla­fen. Das nutz­te ich, um kurz zu Hause vor­bei zu schau­en, ein paar Dinge ein­zu­pa­cken und in die Laube zu fah­ren. Dort setz­te ich Katja auf zwei Liegematten und be­kam ei­nen Mordsschreck, als sie nach hin­ten kipp­te, und der Steinfuß des Sonnenschirmständers re­la­tiv nah bei ihr war. Kommt so nicht wie­der vor. Sie in­ter­es­sier­te das aber eh nicht, sie hat­te un­ge­mein Spaß am Aufenthalt im Freien.

Am Donnerstag tra­fen wir die an­de­ren Mamis aus der Donnerstagskrabbelgruppe zum Picknick im Nordpark. Katja hat­te viel Spaß, als sie et­was schau­kel­te, an­sons­ten war das Treffen be­lang­los. Wesentlich in­ter­es­san­ter wur­de es, als wir noch in den Aquazoo gin­gen. Katja war sehr fas­zi­niert vom Hineinschauen in das gro­ße blaue Becken, und den Fischen, die al­le Nase lang vor­beischwam­men. Anschließend gin­gen wir noch zum Kinderspielplatz am Kennendydamm, wo Katja noch mal schau­kel­te und wie­der ei­nen Heidenspaß hat­te. Auf dem Rückweg zog sie sich ganz nach vor­ne an und ju­bel­te al­len Passanten ent­ge­gen, die wir in Gegenrichtung tra­fen. Von Freitag bis Sonntag wa­ren wir dann in Wien. Auch der zwei­te Flug war für Katja kein Problem. In der ers­ten Nacht schlief sie et­was un­ru­hig, hol­te das aber in der zwei­ten nach. Auch hier stie­ßen mit­ge­brach­te Gläschen auf kein Interesse. Unterwegs hör­ten wir von so vie­len Passanten, wie gol­dig die Kleine sei, ein Engel, sehr kom­mu­ni­ka­tiv, wahn­sin­nig blaue Augen, dass es uns im Nachklapp ein we­nig Unbehagen be­rei­te­te. Aber da­mit wer­den wir auch noch klar kom­men.

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