Sportausführung

Nachwuchs und ich sit­zen am Küchentisch, es­sen selbst­ge­mach­te Dinkelstangen, hö­ren Element of Crime und schau­en, wie es drau­ßen ha­gelt.

Danach fah­re ich den Nachwuchs  zum ers­ten Mal in der Sportausführung des Kinderwagens aus. Weil das Kind jetzt nach vorn aus­ge­rich­tet sitzt, be­mer­ken es die Passanten, schau­en nach, lä­cheln. Auf der Nordstraße rauscht ein Mann in no­blem Anzug an uns vor­bei, lukt beim Überholen kurz in den Kinderwagen, schert wie­der vor mir in die Spur ein, schaut sich ver­si­chernd um, lacht, geht wei­ter, dreht sich und schreit mir im ge­hüpf­ten Rückwärtsgang zu:

Er sieht nichts! Er sieht nichts! Hahaha!

Ich zie­he dem Nachwuchs auf­ge­for­dert füh­lend die Mütze zu­rück von den Augen auf die Stirn, der Mann sagt lach­hüp­fend:

Ja, so ist bes­ser! Haha!

Ich hö­re mich ver­dat­tert

Danke!

sa­gen und er dreht sich ni­ckend, be­schwingt wei­ter­ge­hend nach vor­ne. Das klei­ne, schwar­ze Teufelchen auf mei­ner rech­ten Schulter hält sich das ru­ckeln­de Bäuchlein und be­pisst mei­ne Jacke vor Lachen.

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